viel glück

Sicherheit ist grösstenteils Aberglaube. Sie existiert weder in der Natur, noch kann die Menschheit als Ganzes sie erfahren.
Gefahr zu vermeiden ist auf lange Sicht nicht sicherer, als sich ihr vollständig auszusetzen. Das Leben ist entweder ein waghalsiges Abenteuer oder gar nichts.
Unseren Blick auf Veränderung zu richten und uns wie freie Seelen im Angesicht des Schicksals zu benehmen – das ist unbesiegbare Stärke.

Helen Keller

wortwörtlich viele glück-steine sind an meinem brenner entstanden und treten ihre reise nach koblenz an. an so vielen orten wird glück benötigt … die steine werden es nicht richten können, aber sie mögen einen augenblick glücklich machen und erfreuen.

buona fortuna ( viel glück) von pippo pollina

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maienzeit

Maienzeit

auf der höhe der morgenröte
mischt sich laubgrün unter die tannen
von blattziegeln flattert regen
aus der wolkenstraße
du gehst in die weite der landschaft
verlängerst den blick tag für tag
an grasschildern schlittert erstmals
die versuchung des sommers vorbei
es ist maienzeit
nie blühen die wiesen ungestümer und frischer
und die schatten am ufer der emme
bleiben unsichtbare begleiter
jeden tag lässt du dich neu ein
versucht von der wilden schönheit
zwischen bergen und wäldern
und der stillen freundlichkeit der blumen
die dir mehr sind als leuchtende sterne
sondern wie so vieles
zeichen dieses wunderbaren lebens
auf das du dich jeden neuen tag
einzulassen vermagst

Hermann Josef Schmitz

von herzen gratuliere ich heute meinem allerliebsten vater zu seinem 75. geburtstag.
Immer wieder hat er uns kindern und meiner mutter 4 blättrige kleeblätter geschenkt, die er auf der wiese gefunden hat. die liegen nun in büchern und in briefumschlägen und freuen mich so sehr.
ich habe keine echten gefunden und dafür aus glas vierblättrige kleeblätter für ihn gemacht und mein liebster hat den schönen und zu meinem vater so passenden text geschrieben.

stein-zeit

Stein-Zeit

Die in den Weg
gelegten Pfade
zeigen uns oft
freundlich den Weg.
Nicht unsere Ziele,
nicht die Ideen
von Zukunft
tun es.
Sie wird uns
gewiesen.
Die Weisung erwartet
unser Erscheinen
am heiligen Tag
der Steine.

Dieser entlässt uns
in weitere Kreise.
Nicht zur Schlachtbank führen
die Schafpfade.
Ein Ende ist nicht.


Helmut Maier

Was, meinst du, ändert sich leichter,
ein Stein oder deine Ansicht darüber?

Bertolt Brecht

Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens. Steingrund
unter den Händen. Hier blüht wohl
einiges auf; aus stummem Absturz
blüht ein unwissendes Kraut singend hervor.

Rainer Maria Rilke