benebelter duft

Es schwellt der Orange benebelnder Duft
Fast heimlich herbei und berauscht meinen Sinn,
Es kühlt stiller Lorbeer die windliebe Luft,
Und Myrten enthaucht es, kaum merkbar: ich bin!

Theodor Däubler

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mondrosen

Komm in mein Zimmer, wenn Mondlicht ist.
Es hat sieben Fenster mit Seidengardinen.
Die werden vom vollen Mondeslicht
Wie Rosenblätter durchschienen.

Das bin ich sicher: du hast noch nicht
In einer Rose gelegen.
Wir lassen uns vom Mondeslicht
Im Innern der Rose bewegen.

Eva Strittmatter

es ist eine ferne

wir
wollen
glauben
an
ein langes jahr,
das uns gegeben ist,
neu,
unberührt, voll nie gewesener dinge,
voll nie getaner arbeit,
voll aufgabe,
anspruch und zumutung.
wir wollen sehen,
dass wir’s nehmen lernen, ohne allzu viel fallen zu lassen
von dem
was es zu vergeben hat, an die, die notwendiges, ernstes und
grosses von ihm verlangen.

rainer maria rilke

es ist eine ferne, die war, von der wir kommen.
es ist eine ferne, die sein wird, zu der wir gehen.

johann wolfgang von goethe

heute schlage ich hier im blog eine neue seite auf und beginne das perlenjahr 2017. nach dem ich längere zeit kaum am brenner war, beginne ich mit einfachen perlen. einfach, matt und so ein bezaubernedes farbspiel mit licht und schatten wenn die sonne drauf scheint.
möge das neue jahr viel licht bringen und den schatten die dann halt auch dazugehören mindestens so viel leuchtendes verleihen, dass man ihnen was schönes abgewinnen kann.
ich wünsche euch allen da draussen alles gute im neuen jahr und freue mich, wenn ihr mich weiter begleitet auf dieser seite. es wird auch im 2017 keine andere form von netzpräsenz geben was die glasgarage betrifft. vor elfeinhalb jahren habe ich mein erstes blog begonnen, vor 12 jahren hat mich der „glasvirus“befallen und so freue ich mich erneut auf ein neues perlenjahr.
es guets neus!

wut und zärtlichkeit

….Kann man wütend sein und weise,
laut sein und im Lauten leise,
macht gerechter Zorn nicht müde,
ist vielleicht nur Attitüde?

Eines fügt sich doch zum andern,
nichts besteht für sich allein.
Flüsse, die getrennt mäandern,
leiben sich dem Meere ein.

Gut poliert erscheint das Schlechte
oft in einem Strahlenkranz.
Sei ein Heiliger, ein Sünder,
gib dir alles! Werde ganz!

Hab mich niemals an Gesetze,
Dogmen oder Glaubenssätze,
Führer, höhere Gewalten
ohne Widerspruch gehalten.

Und mich führ’n auf meiner Reise
zum Verstehen viele Gleise.
Zwischen Zärtlichkeit und Wut
tut das Leben richtig gut….

aus Wut und Zärtlichkeit von Konstantin Wecker

Im oktober hatte ich bereits zum wiederholten mal gelegenheit ein konzert von konstantin wecker zu erleben. „revolution“ – eindrücklich und stark wie immer!
auch im oktober hat sich die pfotenzahl im blauen haus erhöht … es leben jetzt nebst der wundervollen william (burroughs) noch pablo (neruda) und modiano (patrick), 2 schöne und sehr liebe 6-jährige kater hier.
noch sind wir am angewöhnen – wusste gar nicht mehr, dass das uns alle so beansprucht. ich freue mich darüber, dass die beiden tollen kater kaum im tierheim bereits wieder einen platz gefunden haben und fände es schön, wenn sie sich hier zuhause und wohl fühlen. bilder werde ich auch zeigen, sobald sie sich für die kamera in pose werfen;-)
oktober hiess auch, dass bald die märkte los gehen und entsprechend noch einiges vorbereitet werden musste.
die termine dazu findet ihr hier<
eigentlich hiesse oktober ja auch sonne, goldener herbst und leuchten. ähm, nun ja, man musste sich das alles dann doch oft schön- und einreden. jetzt aber hat der november mit freundlichem herbstlicht begonnen und zeigt sich von der schönen seite. als novemberkind erfreut mich das natürlich besonders und lässt hoffen, dass einige der weihnachtsmärkte nicht allzu kalt sein werden.

und wieder geht ein sommer

wieder geht ein sommer,
beugen sich rosen
unter später blüte,
steigen drachen am berg.
wahrscheinlich schnürt auch
daedalus in diesen tagen
neue flügel, um zu verbrennen
in der sonne, nicht im schnee.
wie mein verrücktes
herz mit dem moospelz
sich aufmacht, an knospen
zu glauben und früchte,
als wanderte die zeit
nicht weiter und würde grau.

Bess Dreyer

lazy days

Die Zeit ist eine Erfindung der menschlichen Unrast, der Erfüllte kennt sie nicht.
Paul Bertololy

ferien daheim = garten geniessen, putzen- damit meine ich perlen putzen welche zu ohrringen verarbeitet werden:-) unterricht vorbereiten, freunde treffen aber vorallem alles planlos tun. ganz nach lust und laune … lazy days, wie ich sie mag.
und ab jetzt wird der sommer noch viel schöner ….. weil ich ganze 3 wochen zusammen mit meinem liebsten wortzauberer die ferien geniessen kann!