herzschlag

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in der stille
lagen meine finger
eine handbreit
neben deinem herzschlag
lauschten
spürten sich hinein
umfassten den rhythmus
mit unendlicher zärtlichkeit


Hermann Josef Schmitz

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das ist das titelgedicht zum neuen lyrikband, der seit einigen tagen auf dem markt ist. ich freue mich sehr über das neuste werk meines mannes und einnmal mehr war es mir eine ehre die titelperle dafür machen zu dürfen.
beziehen könnt ihr den lyrikband auch direkt über uns:
artisanne (@) bluewin.ch
hermannjosefschmitz (@) web. de

vielleicht eine anregung für ein weihnachtsgeschenk:-)

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zeitlippen

Zeitlippen

Zeitlippen
küssen
deine Lippen

mit Augenblickswörtern
zeitlosen Worten

Sie sprechen dich
an

Rose Ausländer

Ich flüchte
in dein Zauberzelt
Liebe

Im atmenden Wald
wo Grasspitzen
sich verneigen

weil
es nichts Schöneres gibt

Rose Ausländer

blau

bäche zittern silbern,
gräser glittern und nicken,
und weisse anemonen
blicken zum blauen himmel.

ich ging in jungen gräsern
mit meinem weichsten schritt,
die amsel hat gesungen,
und mein herz sang mit.

max dauthendey

an der sonnengewohnten strasse

An der sonnengewohnten Strasse

An der sonnengewohnten Strasse, in dem
hohlen halben Baumstamm, der seit lange
trog ward, eine Oberfläche Wasser
in sich leis erneuernd, still‘ ich meinen
Durst: des Wassers Heiterkeit und Herkunft
in mich nehmend durch die Handgelenke.
Trinken schiene mir zu viel, zu deutlich;
aber diese wartende Gebärde
holt mir helles Wasser ins Bewusstsein.

Also, kämst Du, braucht ich, mich zu stillen,
nur ein leichtes Anruhn meiner Hände,
sei’s an deiner Schulter junge Rundung,
sei es an den Andrang deiner Brüste.

Rainer Maria Rilke

perlentau

Blau ist die Farbe der Luftpost, der Augen der Eroberer.
Blau, das aus deinem Füller tropft, löst dieses Wagnis aus.
Reise niemals fern von mir; und wenn du es mußt,
finde Treidelpfade, Fährten; folge Omen, von denen Flüchtlinge
hoffen, sie führen sie hin und zurück. Und beim Wegzwiesel
halte an; und wenn du in der Dämmerung kletterst,
irgendwo, wende dich an die Unruhe dieses Herzens,
die unbeantwortete Wildheit dieses Herzens.

Ranjit Hoskoté