bruchlinien …

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Etwas über den Umgang mit Tönen, körperhaft
festgelegt: konsonanzlose Selbstbeobachtung,
das Kolorit der Nacktheit, gegenläufige
Reizbarkeiten. Lange Durststrecken, enggeführt.

Dann als Entwurf: Kulissen, die der Frühnebel
vor dünnfingrige Föhrenwälder schiebt.
Bruchlinien, aus denen bald die Hitze steigt
wie das Fieber schwerer Tiere.

Von pendelnder Kraft getrieben
rücken die Zeiger enger zusammen,
verlassen und holen einander ein,
wenn die Schatten am kürzesten sind.

Alles ist die Meisterschaft dessen, was es ist,
die Ausbreitung seiner Flächen,
die Zuspitzung seiner Spitzen,
die Ausformung seiner Form.

Was macht es da noch aus,
dass jeder Ton das Beispiel eines Tones ist,
was macht es aus, dass er nicht nur er selbst,
sondern auch die Betrachtung seiner selbst ist?

Helwig Brunner

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emmental …

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vo schache zu schache
am ämmebett nache
uf matte u wäge
am bach zdüruf
vo schache zu schache
am ämmebett nache
ar quelle entgäge
uds härz geit dir uf

blib stah, hock di häre
a d`ämme , die schwäre
gedanke la se si
u bis eifach hie!
und jetzt, jetzt hoksch da
u d `zyt blibt dir stah

du wosch nume no si
u gäu, s hudlet di chli
wo de merksch, du u d`ämme
dir ghöret ja zäme

u jetzt chasch se gspüre
si fliesst dür di düre
u der luft fahrt dir chüehl
übers gsicht und es gfüehl
vo abschied, vo verla
vo mau müesse ga

vo schache zu schache
am ämmebett nache
uf matte u wäge
am bach zdüruf
vo schache zu schache
am ämmebett nache
ar quelle entgäge
uds härz geit dir uf

tinu heiniger aus „ämmelied“