mondrosen

Komm in mein Zimmer, wenn Mondlicht ist.
Es hat sieben Fenster mit Seidengardinen.
Die werden vom vollen Mondeslicht
Wie Rosenblätter durchschienen.

Das bin ich sicher: du hast noch nicht
In einer Rose gelegen.
Wir lassen uns vom Mondeslicht
Im Innern der Rose bewegen.

Eva Strittmatter

mensch und tiger

Gefährlich ists, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn,
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.

Friedrich Schiller


Modiano und Pablo leben mittlerweilen viereinhalb monate bei uns und sie scheinen jetzt ziemlich angekommen zu sein und sich wohl zu fühlen. selbst die perlenfotografie, welche sie ja kaum kennen von den letzten monaten…. hat modiano von beginn weg begeistert;-)
Die linse ist übrigens ca 4 cm im durchmesser und ja, modiano ist eine sehr grosse katze:-)

aus stillem glanz

Weihnachten feiern

weihnachten könnten wir jeden tag in uns haben
indem wir uns freuten an den momenten aus stillem glanz
der erkenntnis den platz zugeständen den sie wahrlich verdient
würden wir für uns und für andere eine neue tür aufschließen
und uns gleichzeitig trennen von den wünschen der anderen

weihnachten könnten wir jeden tag aufs neue feiern
indem wir etwas von unserer zeit verschenkten
die müde hand eines anderen hielten
den platz an der eigenen schulter frei machten
und das herz endlich für das wartende licht öffneten

weihnachten hätte jeden tag einen augenblick verdient
in diesen zeiten voller angst und unsicherheit
könnten wir selbst hoffnung schaffen im kleinen
einen platz anbieten für das verlorene wort
und etwas verschenken was nicht verschenkt werden müsste

Hermann Josef Schmitz

Von Herzen wünschen wir Euch erfüllte und segensreiche Weihnachtstage, Zeit zum Innehalten und Geniessen, Zeit für liebevolle Begegnungen und gute Gespräche. Wir wünschen Euch Geschenke, die berühren und den Platz, an dem Euer Herz zu Hause sein darf.

Frohe Festtage und alles Liebe wünschen
die wortgargage und die glasgarage

briefe

Das Briefeschreiben ist zwar immer nur ein Notbehelf, aber doch etwas. Deswegen sollten wir es doch nicht ganz unterlassen.

Johann Christian Friedrich Hölderlin

bei den worten hölderlins nehme ich mich bei der nase. wieviele briefe ich in gedanken schon formuliert habe und dann doch nicht geschrieben habe…. die liebe A. aus ehemals H. z.B. hat schon halbe romane erhalten von mir – also eben leider nur die gedankenbriefe, die richtigen blieben immer liegen, tztztz… ich will mich bessern (seit jahren) und es nicht unterlassen
dabei finde ich briefe so was schönes und worte ja sowieso.
auf jeden fall habe ich neue brieföffner, mit denen man ja auch rechnungen und so sachen öffnen kann… oder aber eben einen brief.

spaziergang

wie angekündigt zeig ich gerne ein paar bilder aus dem raum papeterie & handwerk in subingen.
kommt mit auf einen spaziergang durch die neuen räume und noch besser besucht doch einfach mal den schönen neuen laden von silvia ryser.

die wunderbaren arbeiten aus mimis ateleir für filzkunst sind auch dabei

auch die gedichtbände von meinem allerliebsten wortzauberer haben einen schönen platz

ein besuch lohnt sich 🙂

zart


ABER ICH WEISS

War ich ein Falter
vor meiner Geburt
ein Baum oder
ein Stern.

Ich habe es vergessen.

Aber ich weiß
dass ich war
und sein werde

Augenblicke
aus Ewigkeit.

Rose Ausländer

wie man der collage unschwer entnehmen kann, sind die perlen schon etwas „älter“ und sind enstanden nach einem der schönen spaziergänge durch den park der kantonalen gartenbaumschule öschberg. die pfingstrosen sind längst verblüht und die kette kam endlich jetzt vor die linse.
zwischenzeitlich ist einiges passiert und ich werde morgen einen einblick in einen neuen laden geben. es ist mir eine grosse freude, dass auch meine perlen und schmuckstücke im raum papeterie & handwerk zum verkauf angeboten werden!

landregen

Landregen

Der Regen rauscht. Der Regen
Rauscht schon seit Tagen immerzu.

Und Käferchen ertrinken
Im Schlammrinn an den Wegen. – –
Der Wald hat Ruh.
Gelabte Blätter blinken.

Im Regenrauschen schweigen
Alle Vögel und zeigen
Sich nicht.

Es rauscht urewige Musik.

Und dennoch sucht mein Blick
Ein Streifchen helles Licht.
Fast schäm ich mich, zu sagen:
Ich sehne mich nach etwas Staub.

Ich kann das schwere, kalte Laub
Nicht länger mehr ertragen.

Joachim Ringelnatz