anemonen

wie aus dem nichts
leuchtende anemonensterne
am ende des winters
diese weißen lichtbringer
am fuß kahler bäume
betörendes glück
aufgetragene liebeserklärung
kommender tage
unaufhörlich wächst frühling
wie aus dem nichts
leuchtende anemonensterne
vergiß die straßenlaternen
die verwelkten
streichle das blaue fenster
vorsichtig
noch ist es brüchig
das glas zum himmel
aber anemonen stehen
im frischen wind
nester zum liegen bereit
der tag weitet die lungen
atemhäuser wachsen ins unendliche
wie aus dem nichts
leuchtende anemonensterne

Hermann Josef Schmitz

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2 Gedanken zu „anemonen

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