herbstwald

Die goldnen Schatten auf dem Herbstwald liegen,
Er sprach in seiner Birkensprache gern,
Die Kraniche, die traurig weiterfliegen,
Bedauern nichts und sind dem Schicksal fern.

Bedauern – wen? Wir alle wandern, schweifen –
Du kommst und gehst und lässt das leere Haus –
Es träumt von denen, die die Welt durchstreifen,
Und tief im Teiche lischt das Mondlicht aus.

Und wenn die Zeit, im Zeichen neuer Sterne,
Sie einmal wegfegt, anderm Unrat nach,
So sollt ihr sagen, dass der Herbstwald gerne
In seiner Birkensprache zu ihm sprach.

Sergej Esenin

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