berührung

regen
flattert fahnengleich
durch die dunkelstunde
im
wortreichen haus
wärmt dich doppellicht
von beiden seiten
es gilt
nichts zu regeln
nur die worte
von links und von rechts verlangen berührung

Hermann Josef Schmitz

Diese Perle habe ich im Januar 2007 schon einmal gebloggt (noch im alten artisanne-blog) und heute aus der Schublade der Perlen genommen, welche immer bei mir bleiben und habe sie noch einmal fotografiert.
12 Jahre ist es her, seit ich sie zu diesem Text von Hermann Josef Schmitz gemacht habe. Und genau heute ist es 12 Jahre her, dass ich das Einverständnis hatte den Text in meinem Blog zu zeigen.
Urheberrecht sei Dank …. daraus wurde so unbeschreiblich viel mehr und ich bin dankbar und glücklich, dass ich mit diesem grossartigen Mann jetzt schon so viele Jahre glücklich bin.
Danke mein geliebter Mann, dass du mich liebst, hältst und lässt.

leben

Leben heisst blinden Dingen Gesicht sein
einmal verklärt und einmal verweint.
Für das Unbewegte sich rühren,
für das Wurzelgebundene – gehen,
alles immer Irrende führen
und das Vielzustumme verstehn .

Rainer Maria Rilke

neu und unberührt

Der heutige Morgen fing so strahlend an, nun wird ein
grauer Tag daraus; aber zuerst war ein Glänzen wie von
einem ganz neuen, nie gebrauchten Jahr. Und die Nacht
war eine helle, ferne, die über viel mehr als nur über der Erde
zu ruhen schien; man fühlte, dass sie über Meeren lag und
weit drüber hinaus über dem Raum, über sich selbst, über
Sternen, die ihren Sternen entgegensahen aus unendlicher
Tiefe. Das alles war in ihr gespiegelt und von ihr über die
Erde gehalten und schon kaum mehr gehalten: denn es
war wie ein beständiges überfliessen von Himmeln ….
Ich war wieder zu meinem kleinen Hause zurückgegangen
und stand oben auf seinem Dach und wollte in dem allem
ein gutes Ende sehen und einen guten Anfang in mir finden.
Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns ge-
geben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie
getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und
wollen sehen, dass wirs nehmen lernen, ohne allzuviel fallen
zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die, die Not-
wendiges, Ernstes und Grosses von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke

Pablo präsentiert die allerersten Perlen von 2019. Am Neujahrsabend habe ich mit Silberglas gespielt und den Jahresbeginn auf meine Weise gefeiert – mit Feuer und Flamme. Hoffend, dass ich 2019 mehr Brennerzeit haben werde als im vergangenen Jahr. Hoffend also, dass mich nicht wieder ein Tennisarm über Monate ausbremst. Wir werdens sehen.
Möge das neue Jahr euch wohlgesonnen sein.
„Es guets Neus“ euch Allen.

Aber es gibt nichts Leichtsinnigeres als Vorsätze, man erschöpft sich in sie, indem man sie fasst und wiederfasst es bleibt nichts für die Ausführung übrig.

Auch dieser Satz ist von Rilke und er entspricht gänzlich meiner Einstellung. So also gehe ich wie üblich ohne Vorsätze in dieses Jahr. Wünsche dagegen habe ich schon …. die ganz grossen Wünsche halt. Passend zu meinem Weihnachtspost wünsche ich mir etwas mehr 9.Symphonie von Beethoven ….

O Freunde, nicht diese Töne!
Sondern laßt uns angenehmere
anstimmen und freudenvollere.

….Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein.

Könige

die glasgarage wünscht euch Allen frohe Festtage und Tage voller Glanz, Leuchten, Stille, Lachen oder eben dem was jedem Einzelnen gut- und wohltut.
Mir tut es gut mit meinem Liebsten und Familie die Tage zu verbringen und daran zu glauben, dass die guten Dinge auf dieser Welt immer einen Platz haben sollen und uns berühren dürfen.

Schmuck

Die erste künstlerische Tat des Menschen war, zu schmücken und vorzüglich seinen eigenen Leib zu schmücken. Im Schmuck, der Erstgeborenen der Künste, finden wir den Keim aller anderen.

José Ortega y Gasset

Einige schmückende Armbänder sind diesen Herbst entstanden. Daneben auch andere schöne neue Perlen, Ketten und anderes. Bald schon zu sehen an den kommenden Märkten.

Bald schon ist die glasgarage wieder „live on tour“. Ich freue mich nach langer marktloser Zeit auf diese beiden schönen Märkte und auf viele BesucherInnen.

Weihnachtsmarkt Jegenstorf

Chlausemärit Solothurn

Vollmond im Herbst

Vollmond im Herbst

Der volle Mond
auf monochromem Tableau.
Das Grau mit eingetieftem Blau,
fast ohne Sonnenschimmer-Rest,
regiert er still
auf seinem Zug durchs Reich
des Lichtverschlingens,
leuchtet selber aber,
bis dann der Funke überspringt
und neuen Tag entzündet,
der sich auf Blätterteppichen
sacht aus dem Blickfeld
rausgeschlichen hatte.

Helmut Maier